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Montag, 18. April 2022

Deutschland ohne e – die 6. Etappe: Veronika, der Raps ist da!

Höxters Weltkulturerbe wird für die BuGa aufgehübscht

Ein toller Tag. Landschaftlich, wetterlich und sonstich.


Irgendwie sind wir heute gut erholt und entsprechend früh dran. Beim Aufstehen, Frühstücken und Auschecken. Durch die vielen Baustellen und Sperrungen gestaltet sich die Ausfahrt aus Höxter etwas komplizierter, aber ein Paar, das wir nahe des Hotels treffen, bringt uns in die richtige Spur: vorbei an Schloss Corvey und auf den Radweg gen Bodenwerder.


So schön reist man auf Deutschlands beliebtestem Radweg

Wir rollen gut eingepackt (neun bis elf Grad) am Fluss entlang, passieren Holzminden und wohnen irgendwo hinter Polle der Rettung und Heimholung eines ausgebrochenen Pferdes bei, das in seiner Not ein Stück mit uns galoppiert war.


Aufregung allenthalben!


Gegen halb eins machen wir an einem Rastplatz mit Schutzhütte Mittagspause. Am Rastplatz steht ein Ehepaar unseres Alters, mit dem wir ins Gespräch kommen, in der Schutzhütte liegt ein schnarchender Mensch im Schlafsack.


Wir essen schön, anschließend gratuliert die Dame des Hauses ihrem Großneffen zum achten Geburtstag (Digitaluhr und Fahrrad mit 21 Gängen), dann geht’s weiter in Richtung Hameln. Unterwegs blüht überall der Raps, sind überall unterschiedliche Vögel zu sehen und zu hören und fliegen immer wieder die buntesten Schmetterlinge auf bzw. ein Stück mit.


Touristen an allen Ecken!

Je später der (Nach)Mittag, desto frequentierter der Radweg. Heutiger Höhepunkt ist Hameln, wo sich praktisch die ganze Welt am Weserufer trifft. Wir stoppen kurz, knuspern einen bröckeligen Energieriegel eigener Herstellung und machen uns auf die restlichen 30 Kilometer nach Rinteln.


Das geht ganz passabel, um kurz nach vier rollen wir über die große Weserbrücke und steuern den ersten Eissalon rechts an, wo wir einen Platz finden und gleich mal die Glückogenspeicher auffüllen. Danach zum Hotel, das in vielen Bereichen umgebaut wird und deshalb z.B. über kein Restaurant mehr verfügt.


Zeugnisse großer Geschichte, an jedem zweiten Haus in Rinteln

So müssen wir uns nach Körperpflege und kurzer Pause auf die Suche nach Verpflegung machen, was sich als schwieriges Unterfangen erweist. Rinteln ist eine Stadt mit Geschichte, aber an vielen Stellen leider in erbärmlichem Zustand. Anziehende Lokale finden wir keine, der Weg durch die Straßen ist deprimierend, am Ende landen wir im Mosquito, wo es alle Speisen aus allen Küchen der Welt gibt. Plus Bier, plus Cocktails, plus Disco aus den 60ern, 70ern und 80ern.


Altes Herz wird wieder jung.


Das Essen ist überraschend gut, die Musik gefällt jungen Leuten (sagt der Kellner), leider treffen Teile des Essens im Zuge der Nahrungsaufnahme auf die Hose, da gibt es Arbeitsaufwand nach Rückkehr ins Hotel.


Kurz vor dem abschließenden Zahlungsvorgang tritt Esma durch die offene Tür. Es ist kurz nach acht, die junge Dame führt einen migrationshintergründigen Familienverbund von fünf Personen an und nimmt das Lokal im Handstreich. Die Kellner stellen zwei Tische für die Teilnehmer zusammen, peu à peu kommen weitere Gäste hinzu, am Ende sitzt man zu acht beisammen.


Die eingangs erwähnte etwa Dreijährige hat inzwischen das Innen- und Außenleben des Lokals erkundet und sitzt entspannt auf Mutters Schoß. Und wir haben aus erster Hand erfahren, wie weit sich die Realität in der deutschen Provinz von unserer Vorstellung entfernt hat.


Mit dem Deutschland, in dem wir aufgewachsen sind, haben viele der Orte, durch die wir in den letzten Tagen gefahren sind, nichts mehr zu tun. Diese Form der Integration kann man gut oder schlecht finden, sie ist in jedem Fall eine Tatsache.


Münchhausen, Rattenfänger – lauter große, deutsche Charaktere


Sonntag, 17. April 2022

Deutschland ohne e – die 5. Etappe: Frohe Ostern beginnen mit leichtem Rückenwind

Morgens durchs Tal der Weser nach Wesertal

Morgens ziemlich kühl, mittags schön in der Sonne sitzen, nachmittags im Schwimmbad.


Das Frühstück in Hann. Münden war so zwiespältig wie das Hotel: Man sträubt sich dagegen, nimmt es aber mangels Alternative hin. Am Ende hat sich sogar jeder von uns noch ein Brötchen zum Mitnehmen geschmiert und hübsch in einer Serviette verpackt.


Die ersten 40 Kilometer verliefen auf guten Wegen entlang der Grenze zwischen Hessen und Niedersachsen, in der Regel ein paar hundert Meter vom Fluss entfernt. Die Landschaft kann man als schön bezeichnen – weite Blicke, leichte Hügel links und rechts der Weser –, wäre die Vegetation schon weiter, die Temperatur höher … aber dann wären garantiert auch mehr Leute unterwegs.


Hinter Wesertal dann das Highlight zum Tage: zwei wirklich gerade geborene Osterlämmer. Mutter Schaf trug die Nachgeburt noch mit sich herum, am mobilen Zaun drängten sich sechs bis acht andere Radfahrer, filmten, knipsten, schwatzten, da machten wir ungefragt mit.


Plötzlich Mutter, eine Ostergeschichte

Ca. 15 Kilometer später erreichten wir Bad Karlshafen, nahmen gleich eine der ersten Bänke in Beschlag und telefonierten beim Mittagessen (Brötchen und Ei aus s.o.). Nach dem Essen entdeckten wir den Rest, das heißt: das Zentrum der Stadt. Hübsch gemacht, aber wohl auch eine der vielen deutschen Kleinstädte mit ungewisser Zukunft.


Hessen wird ab hier von Nordrhein-Westfalen als links-weserischer Begleiter abgelöst, so geht das manchmal in Dreiländerecken.


Hessens nördlichste Stadt, zieht alle(s) irgendwie magisch an


Leider liegt das Stadtzentrum nicht am Radweg, so dass wir wieder ein paar Meter zurück müssen. Dann geht es weiter durchs regionale Auenland und seine Naherholungsgebiete. Immer wieder mal links oder rechts des Ufers geschmückt von weitläufigen Caravan- und Camping-Ausstellungen.


Gegen halb zwei erreichen wir Beverungen, das mit feinen Grünanlagen und Immobilien in Ufernähe punkten kann. Außerdem wartet die Stadthalle mit illustren Fernsehgästen, wie diesem und jenem auf.


Beverungen: schön am Ufer, weniger nah weniger

Das ist ganz klar der rechte Ort für unseren täglichen Affogato, also links weg vom Ufer, hinauf auf die Hauptstraße. Es ist zum Heulen: abgefuckte Läden mit allem, was der Mensch nicht braucht, provinzielle Auto-Poser, das glatte Gegenteil der feinen Uferpromenade. Beim Italiener setzen wir uns zu einem Balkanesen, der uns den gerade frei gewordenen Tisch weggeschnappt, aber nichts gegen unsere Gesellschaft hat.

Ein mutiger Schritt: Der Affogato ist der bisher beste der Tour.

Jetzt nur noch 15 Kilometer bis Höxter. Auch der Wind hat ein Einsehen mit uns, nach ein paar Kurven bläst er endlich aus der Richtung, aus der er für heute ganztägig vorhergesagt war: von hinten.

So sausen wir die weitere Weser entlang, bis sich in der Ferne links des Weges die nächsten Menschen ansammeln. Wieder sind Schafe bzw. deren österlicher Nachwuchs der Grund, diesmal hat sich die rund 30-köpfige Herde allerdings fast verdoppelt. Einige der Lämmer sind so frisch wie die zwei heute Morgen und weichen dementsprechend nicht von ihren Müttern, andere sind schon ein, zwei Tage weiter und formen den vielköpfigen Schafskindergarten, dessen Mitglieder Bocksprünge üben, meckernd im Gras liegen und sonstiges Überflüssiges tun.

Madame ist kaum mehr weg zu kriegen.

Unser Hotel ist derzeit schwer erreichbar, da Höxter und Umgebung im nächsten Jahr die Bundesgartenschau ausrichten und dafür noch die gesamte Uferpromenade und viele innerstädtischen Straßen (um)gestalten müssen. Wir sind allerdings mit dem Traktor da, wir kommen überall durch.

Das Hotel ist drei Hotels in einem, oberflächlich getrennt, unterirdisch durch lange Gänge verbunden. Wir kommen in der Mitte der Anlage an, wohnen am östlichen Ende und gehen nach dem Duschen erstmal ins westlich gelegene Schwimmbad.

Dieses Hin und Her schlaucht ganz schön, da legen wir uns bis zum Abendessen noch ein bisschen hin.

Später dann (nach ungewollter aushäusiger Restaurant-Recherche) den vorletzten Tisch in der Corbie-Stube ergattert, wo uns Rosa („Ich habe dort früher getanzt.“) aufs Spanischste bedient. Flammkuchen und Matjes sind gut, mein Niedersachsen-Teller eher Standard. Im Fernsehen läuft später „Spectre“, da sieht man, dass es auch James Bond nicht leicht hat.

Hier gibt's Städtenamen, die man nur von den Etiketten von Bierflaschen kennt

Samstag, 16. April 2022

Deutschland ohne e – die 4. Etappe: viel Sonne, noch mehr Gegenwind und Schiffbruch im Anker

Muskelkraft uns rüber schafft

Ein schwieriger Tag.


Einerseits tolle Herberge, sehr gut gefrühstückt, strahlende Sonne, wunderschöne Strecke. Andererseits im Durchschnitt nur elf Grad und auf mindestens 40 Kilometern starker Gegenwind.


Der Hessische Fernradweg R1 ist weiter gut ausgeschildert, da braucht man keine Navigation. Aber es gilt, Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel: Melsungen via hier lang oder via dort lang. Nachdem wir die Räder via hier lang einen steilen Abzweig hochgeschoben haben, sehen wir von oben, was via dort lang bedeutet: die Überquerung der Fulda von Hand.


Das machen wir!


Also den Abzweig wieder runter, geradeaus und direkt zur Fulda Seilfähre Beiseförth. Das hört sich einfacher an als es ist, denn am Seil der Seilfähre zieht der geneigte Übersetzer von eigener Hand (und mit eigener Kraft) mittels eines ca. LP-großen Schwungrades den Fährkorb zu sich hin und dann ans andere Ufer. Ein großes Vergnügen für alle(s) außer Händen, Schultern und diverse Muskelgruppen.


Sehr schön hier, sollten wir mal besuchen ...

Elf Kilometer später lassen wir Melsungen rechts liegen, kurbeln links der Fulda bis an die Fuldaschleife und bleiben gegen eins auf einer sonnigen Bank zwischen Ditters- und Dennshausen zum Mittagessen hängen bzw. sitzen.


Schöner Weg, kurz vor dem Mittagessen

Das parallel angestrebte Buchen einer Unterkunft gestaltet sich österlich schwierig. Das eine Hotel nimmt nicht ab, das Tourist Office in Hann. Münden (ja, diese Stadt heißt wirklich so!) schlägt eine Alternative vor – dazu später mehr.


Nach dem Mittagessen durchqueren wir Kassel und sind überrascht vom Flair der Fulda-Auen, die Wassersport und Naherholung aufs Schönste verbinden.


Danach folgen die 30 unangenehmsten Kilometer des Tages. Bis Hann. Münden (ja, diese Stadt heißt wirklich genau so!) folgen wir einem wunderschönen Weg durch das ruhige Tal der Fulda – und werden vom entfesselten Wind aus Norden kaum durchgelassen. Das ist kein Spaß, denn neben der kräftezehrenden Strampelei macht auch die abnehmende Temperatur dem Körper zu schaffen.


Irgendwann kommen wir doch noch im fachwerkig absolut sehenswerten Hann. Münden (…) an, kaufen bei Penny das Nötigste für die Feiertage (betrunkene Reichsbürger hinter der Kirche inklusive) und erreichen irgendwann auch das über das Tourist Office gebuchte Hotel


Die Bilder auf der website sind dreiste Fäschungen! Es ist eine Absteige erster Güte, gemanagt von Menschen, die Indern oder Pakistani nicht unähnlich scheinen und mit Weser-Radfahrern wirklich nichts  anfangen bzw. verbinden können.


Kirche kurz vor Penny

Wir haben keine Alternative, fügen uns in unser Schicksal und tun, was wir nach Ankunft immer tun. Dann geht’s zum Italiener, denn heute wünscht die Gattin Pasta.


Das Essen ist gut (Minestrone, tolle Foccacia und 2x gute Pasta), die Bedienung weniger. Dafür ist die polnische Nachbarin nett, die unsere Zweifel an der Zabaione zerstreut. Naja, etwas mehr Marsala hätte der Sache bestimmt gut getan. Am Ende kommen wir irgendwie zurück ins Hotel, wünschen allseits eine gute Nacht und freuen uns auf morgen.


Kurze Etappe, langes Strampeln gegen den Wind

Freitag, 15. April 2022

Deutschland ohne e – die 3. Etappe: Karfreitag in Nordhessen

Domplatz ohne Grund zum Feiern


Wir fahrn witr ohn „“, unsr Lsr lsn ab sofort widr mit:


Karfreitag in Fulda ist so ruhig, als wäre der Heiland nie gekreuzigt worden. Menschenleere Straßen, niemand auf dem Radweg, leider tun die Beine trotzdem weh. Der gemeine Katholik feiert wohl eher die erfreulichen Termine.


Wir haben gut gefrühstückt, zwei Brötchen extra eingesackt und uns dann auf den gut befahrbaren Weg gemacht. Durch weite Täler und schöne (Fachwerk-)Orte geht es in Fuldas Nähe Richtung Bad Hersfeld. Unterwegs lernen wir, Bio-Radler von E-Radlern zu unterscheiden: Die einen röcheln bergauf, bei den anderen surrt das Motörchen etwas lauter.


Bad Hersfeld ist nicht zwingend schön, bzw. zeigt uns seine Schönheiten nicht. Stattdessen geht es an Gewerbegebieten und Bahngleisen bis zum außerörtlichen Gasspeicher, den wir in dieser Zeit ganz besonderer Aufmerksamkeit unterziehen.


Parallel verdrücken wir die o.g. Brötchen und erfreuen uns an einem kurzen Kontakt mit einer siebenköpfigen Gruppe, die mit abenteuerlichen Mutter-Kind-Fahrrädern auf dem Weg nach Rotenburg an der Fulda ist, während die Väter den Weg per Paddel und Kanu bewältigen.


Neue Wege führen immer wieder zu schweren Entscheidungen


Obwohl unser Garmin anderer Meinung ist, folgen auch wir dem R1 bzw R2, müssen unterwegs aber immer wieder der wechselnden Wetterlage Tribut zollen und uns mal eine Schicht an- und dann wieder ausziehen. Der Wind bläst mehr als nur spürbar aus nördlicher Richtung, und die Sonne macht sich eher rar als beliebt.


In Rotenburg – sehr schön! – ist Zeit für den dritten Affogato dieser Reise, die restlichen 14 Kilometer bieten nur eingeschränktes Vergnügen. Es wird langsam kalt, und der Himmel trübt sich ein.


Marktplatz Rotenburg, mindestens so schön wie der fränkische Namensvetter

Ein Lichtblick ist unsere heutige Bleibe: Die Pharma-Familie B. Braun aus Melsungen hat sich des Zisterzienser-Klosters in Morschen erbarmt und neben das ehrwürdiger Gebäude ein phantastisches Hotel platziert, das für Menschen wie uns Radler-Arrangements anbietet. Da gibt’s dann für wenig mehr als den normalen booking-Preis noch ein 3-Gang-Menü am Abend und Frühstück am nächsten Morgen. Außerdem stehen im feinen Zimmer zwei braune Papiertüten mit Obst, Getränk und Riegeln, die Fahrradfahrer wirklich weiter bringen.


Bernhard von Clairvauxs Kloster und -garten


Schauen wir mal, wie weit wir morgen kommen. Die Sonne soll ja auf unserer Seite sein.


Links hessischer Camembert, rechts Hessens Amtsgericht für Mahnbescheide

Donnerstag, 14. April 2022

Deutschland ohne e – di 2. tapp: auf Sinnsuch durch dn Spssart

Romantik nach dm Frühstück


So war das nicht gdacht!


Was wir lktrisch gplant hattn, gstaltt sich stromfri wnig rfrulich: 800 Höhnmtr mit bis zu acht Proznt durchschnittlichr Stigung und driinhalb Kilomtr Anstig ist hr Karfritag als Gründonnrstag. Abr wir wolln nicht klinlich sin, brichtn wir doch rstmal übr dn Abnds zuvor.


Das Bir war shr gut: Bayruthr Hlls. Dr Kllnr war ngagirt, di Spiskart übrsichtlich. Schs Gricht, davon dri Burgr, in Rumpstak, in Salat und in Fisch. Wir habn uns für dn Salat und zwi Burgr ntschidn.


Dr hutig Tag bgann mit inm gutn Frühstück und inm tolln Bordrcolli an dr Rzption.


Danach Romantik pur: Links und rchts ntlang dr Sinn ging s durch das glichnamig Tal bis hinauf nach Mottgrs. Hinauf ging s tatsächlich dri Kilomtr lang, und am nd hattn wir bi Kilomtr 40 dn höchstn Punkt ds Tags rricht. In inr Schutzhütt dr Gmind Hubach fandn wir dort in prfkts Plätzchn fürs Mittagssn.


Vor dm ssn schnll noch in paar Kalorin vrbrauchn

Zum Aufbruch stztn Rgn und Kält in, s ging brgab.


Wir fuhrn vorsichtig, frorn vor uns hin und rrichtn irgndwann in wirtschaftlich rlvants ck in brsburg - Nahkauf, Rstaurant, Blumnladn und unsr Caf mit acht vrschidnn Tortn und sonstigm Gdöns. Wir nutztn di Glgnhit und schafftn s in dr Folg irgndwi nach Fulda.


Dort hattn wir das falsch Hotl gbucht, witab vom Zntrum, schwr zu rrichn. Also schnll umdisponirt und dirkt am Dom in Altrnativ gfundn. Angkommn, schwirig Rzptionistin, Dusch, Btt, Brurs Rstaurant.


Ggnübr wird dr Karfritag vorbritt

Und am nd in Gut Nachricht für all Mitlsr: Nachdm wir hut am ignn Bin rfahrn habn, wi schwr das Fahrn ohn „“ ist, gibt’s ab morgn zumindst für di Lsr widr wlch.


s ght aufwärts – in jdr Bzihung

Mittwoch, 13. April 2022

Deutschland ohne e – di 1. tapp: Übrall ist Ostrn

All wartn aufs Christkind, wir fülln Wassr nach

Smana santa in Dutschland. Jdr Ort, jdr Klingartn, jd Trrass ist gschmückt mit buntn irn, Hasn, Blumn. Di Natur hinkt dism Großinsatz tatsächlich noch ghörig hintrhr.


Abr hut soll’s warm wrdn. Also Klidung in dri licht ntfrnbarn Schichtn; das wird sich spätr auszahln.


Bis Kitzingn ght’s sttig brgab, danach am Main ntlang, dr Wg ist gut bkannt. Wnig Vrkhr auf dm Radwg, di Obstbäum blühn nach Kräftn, all andrn sind noch in bisschn zurückhaltndr.


Hintr Randrsackr lgn wir di rst Schicht ab. Bi dr Ausfahrt aus Würzburg machn wir Mittagspaus am Skatboard-Park und bwundrn di Skatboardr und Rollr - das ist urban action.


Nach 80 km rrichn wir Karlstadt, wo s dn rstn Affogato ds Jahrs gibt: Das ght schnll, ist süß und vrsorgt dn langsam abbaundn Körpr mit ordntlich Koffin. Nur noch twas mhr als 20 km bis zum Tagszil, wir trnnn uns von dr zwitn Schicht und fahrn dn Rst kurzärmlig und -hosig.


Andrr Fluss, andr Stimmung

In Gmündn vrlassn wir dn Main, qurn di Fränkisch Saal und fahrn nordwärts in dn Spssart. s ght schon licht brgauf, unsr Hotl ligt außrhalb von Rinck, s hat in Schwimmbad und bstimmt schon bssr Tag gshn.


Nur dr S, kin Schwimmbad




































Mal shn, was di Küch nachhr auf dn Tisch bringt.


Runtr und rauf durch Untrfrankn

Dienstag, 12. April 2022

Deutschland ohne e – bevor es losgeht

Da haben wir uns ja einiges vorgenommen

Eigentlich wollten wir diesmal ja etwas altersgemäßer reisen, aber die im Oktober 2021 bestellten Räder mit der leichten e-Unterstützung sind leider noch nicht angekommen (…hätte, hätte, Lieferkette). Also fahren wir doch wieder mit unseren praxiserprobten Rädern und durchgängig aus eigener Kraft.


Aber wenn wir schon ohne e fahren, dann sollen unsere Leser auch ohne e lesen. Dshalb lassn wir si ab sofort infach wg.


Morgn ght’s also los, di Rout (s.o.) führt hinauf in dn Nordn und Ostn ds Lands. Gplant ist in Rund übr Würzburg, Kassl, Brmn, Hamburg, Flnsburg, dann ntlang dr Ostsküst bis zur polnischn Grnz und witr übr Potsdam, Hvl und lb. Zurück ght's dann übr Hall, rfurt, Coburg und Bambrg. Natürlich nur, wnn das Wttr mitspilt. Andrnfalls brchn wir infach irgndwo ab und fahrn him.


All, di mitfahrn möchtn, lassn sich ntwdr di GPS-Datn schickn und bglitn uns pr Pdal (grn auch auf inzlnn Abschnittn) odr lsn hir, wi’s bi uns so läuft. Und damit dn Lsrn das Lsn lichtr fällt als uns das Fahrn, bschränkn wir uns txtlich auf das Nötigst. Vrsprochn.


Montag, 10. Juni 2019

Rheindoubsmorvanretour - que reste-t-il?

Am 26. Mai unterwegs am Canal de Bourgogne

Ooops, wrong planet (Decize)

Auxerre

Treppensteigen mit dem Fahrrad (von Mulhouse bis Froidefontaine)

Drei Abende im „À l'Agneau“ (Mothern)

Anna, le poussin (La Loge Veillon)

Sehr freundliche Menschen (überall)

Der Abend im „La ferme des saveurs“ (Saligny-sur-Roudon)

Das Wohnzimmer im „Le Chatel“ (Montbéliard)

(Junge) Frauen auf Rennrädern (überall)

„Tous les cyclistes sont foux!“ (Chassignelles)

Die Misteln in den Bäumen (Canal de Bourgogne)

Vogelstimmen, Reiher, Kuckucke (überall)

Le Triathlon de Dijon

Le jeu de la pétanque (Besançon)

Die englischen Kreuzfahrtschiffe (Canal du Nivernais)

„Allez les gilets jaunes!“ (zwischen Corbigny und Bazolles)

Les pêcheurs - seul / en groupe / en famille (überall)

Keine Panne

Montag, 3. Juni 2019

Rheindoubsmorvanretour, die 16. Mittagspause

3. Juni - im Auto auf der Aire de la Loyère

Wie spät war's?
Halb zwei

Was gab's?
Schinken, Rosette, Tomaten und Baguette von Bi1

Schon viel gefahren?
160 Kilometer 

Wie läuft's denn so?
Früh aufgestanden, spät abgefahren, Auto fährt super, Straßen relativ frei

Wohin soll's noch gehen?
Zum guten Schluss gönnen wir uns noch eine Nacht in Mothern

Wie war's gestern Abend?
Ziemlich heiß. Und ziemlich spät. Denn unsere Gastgeberin ließ sich die Zubereitung einer Lammkeule trotz fortgeschrittener Tageszeit nicht nehmen

Und sonst?
Haben wir vom neben uns parkenden Belgier schnell noch gelernt, wie bei unserem Leihwagen der Tempomat funktioniert

Sonntag, 2. Juni 2019

Rheindoubsmorvanretour, die 15. Mittagspause

2. Juni - am Esstisch im Wintergarten

Wie spät war's?
Halb zwei

Was gab's?
Kaffee und Wasser

Schon viel gefahren?
Rund fünf Kilometer (2x zur Épicerie und zurück)

Wie läuft's denn so?
Heute Nacht Magenprobleme, ab übermorgen 34 Grad im Schatten, da nehmen wir lieber ein Auto

Wohin soll's noch gehen?
Morgen ins Elsaß, übermorgen nach Hause

Wie war's gestern Abend?
Wir hatten etwas zu feiern und in Digoin reserviert. Der Tisch war bereit, leider wurden wir nicht bedient und haben den gastlichen Ort nach knapp 30 Minuten wieder verlassen, um bei Fred zu essen. Ein fröhlicher, interessanter Abend in centre ville Saligny-sur-Roudon

Und sonst?
Sind wir alle etwas angegriffen, sogar der Server von Avis, der seit rund einer Stunde nicht mehr antwortet