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| Jubel, Trubel, Sauerkraut |
Nach dem Frühstück, bei dem die Kollegin von gestern Abend schon wieder alle Hände voll zu hat, verabschieden wir uns und fahren mit Rückenwind und bergab in Richtung Barr.
Dort geht es dann zum ersten Mal ein bisschen hoch, und in der Folge kommen wir durch Orte und Ecken des Elsass, die wir noch von früher kennen, aber schon lange nicht mehr besucht haben. Auf dem EuroVélo 5 fahren wir tatsächlich „La route des vins d'Alsace“ durch Orte und Weinberge.
In Blienschwiller passieren wir das Weingut Kieffer, das wir durch Le Moulin kennengelernt und bei dem wir oft eingekauft haben. Die Mutter des Hauses hat früher stolz von ihren Jungs berichtet, die beide bei Haeberlin in der Auberge de l'Ill arbeiteten. Heute ist das Tor geschlossen, da brauchen wir nicht an ein Wiedersehen zu denken.
In Itterswiller kommen wir bei Arnold vorbei, einem ehemals kleinen Hotel, das sich inzwischen entlang der Hauptstraße ausgebreitet hat. Ich dachte, das wäre in Andlau gewesen, aber da habe ich wohl den Namen mit dem Ort vermischt.
Rennradfahrer sind heute wieder viele unterwegs, hoffentlich müssen die morgen alle wieder arbeiten. Um 11:56 Uhr macht die Gattin noch eine kleine Fotosafari durch die Weinberge, da kommt uns der Mann im Weltmeistertrikot entgegen.
Vor Kintzheim überholen wir eine große Franzosengruppe, nach Kintzheim machen wir eine Zuckerpause, da überholen sie uns wieder. Ein paar Kilometer weiter verleitet uns ein kleiner Rastplatz zum Halten. Drei Beton-Tische mit Bänken drumherum, alle verschattet von gut tragenden Kirschbäumen. Wir hören den vorbeifahrenden Rennrädern mit ihren laut surrenden Chris-King-Naben zu und versuchen, die jeweilige Preiskategorie zu bestimmen. Viele der allein fahrenden Männer tragen neuerdings graue bis weiße Bärte, was das Image des einsamen Wolfes unterstreicht.
Vor Kintzheim überholen wir eine große Franzosengruppe, nach Kintzheim machen wir eine Zuckerpause, da überholen sie uns wieder. Ein paar Kilometer weiter verleitet uns ein kleiner Rastplatz zum Halten. Drei Beton-Tische mit Bänken drumherum, alle verschattet von gut tragenden Kirschbäumen. Wir hören den vorbeifahrenden Rennrädern mit ihren laut surrenden Chris-King-Naben zu und versuchen, die jeweilige Preiskategorie zu bestimmen. Viele der allein fahrenden Männer tragen neuerdings graue bis weiße Bärte, was das Image des einsamen Wolfes unterstreicht.
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| Wer soll das nur alles trinken? |
Sechs Kilometer vor Colmar fahren wir durch ein kleines Naherholungsgebiet rund um La Fecht. Unten am Fluss sitzen Jung und Alt auf Kiesbänken und lassen die Beine im Wasser baumeln. Oben sitzen die Generationen zum Mittagessen unter Sonnenschirmen vereint. Ich sage der Chefin gleich, dass ich weiß, dass Essenszeit ist, und sie erklärt sich bereit, uns zwei Noisette zu verkaufen. Ich zahle mit einem 20-Euro-Schein und gehe mit den beiden Tassen raus an den Tisch, den Madame für uns blockiert hat.
Die leeren Tassen bringe ich wieder rein und bedanke mich. Madame dreht sich zu mir um, ruft: „et votre monnaie“ und hält mir die 15 Euro entgegen, die ich vergessen habe. Ich strecke schuldbewusst meine Hand aus und sage, es liege am Alter. Sie legt die zusammengefalteten Scheine in meine Hand und drückt sie, wie nur Mütter es können.
Unser Hotel erreichen wir um halb zwei. Es liegt sensationell direkt am Parc du Champ-de-Mars und empfängt uns auf sehr angenehme Weise. Wir zollen erstmal der Hitze Tribut, legen uns hin und waschen Wäsche. Um kurz nach 18:00 Uhr gehen wir raus, es ist immer noch mehr als 30 Grad warm.
Der Park ist ein Tummelplatz für Kinder, Treffpunkt für Jugendliche und Ausgangspunkt für abendliche Aktivitäten. Da sind wir also genau richtig. Nach einem Telefonat mit dem Junior gehen wir ein paar Straßen weiter und finden uns in La Petite Venise wieder, einem Viertel der Stadt, das wir in 40 Jahren nie betreten haben.
Nun ist eh alles egal. Wir gehen einmal hin, einmal her und essen im Le Fer Rouge, einem Restaurant im Brennpunkt des Brennpunkts. Der Picon bière ist besser als gestern, die Tarte flambée nicht. Der Saumon au choucroute ist super, das Caquelon de spaetzle eine Nummer zu salzig, zu fettig und zu groß.
Die Beine sind eine Nummer zu schwer für den Rückweg ins Hotel.
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| Von Bas-Rhin zu Haut-Rhin |






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