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| Come in and drink out |
Während des Frühstücks (im Zimmer) gratulieren wir einer langjährigen Freundin zum Geburtstag. Dann befreien wir das Auto und fahren nach Boigny-sur-Bionne zu Martin-Pouret.
Die Fahrt dauert nicht lange, die Produktion befindet sich außerhalb des kleinen Ortes, die Besucherparkplätze sind komplett belegt – heute ist Visite. Als wir den Verkaufsraum betreten, ist die Gruppe von ähnlich aussehenden Grauhaarigen schon da. Auch uns will die junge Frau hinter dem Tresen gleich fünf Euro abnehmen und dazustecken. Aber deswegen sind wir nicht hier.
Wir tragen unsere Wünsche vor, die junge Dame ist sehr engagiert, aber überfordert. Sie ruft eine Kollegin, auf die wir so engagiert einreden, dass die Visite-Rentner uns zur Ruhe ermahnen müssen.
Ergebnis: Die Kollegin ist viel netter als befürchtet und verkauft uns tatsächlich zwei Bidon à cinq litre. Vor lauter Freude nehmen wir noch einen großen Senf, und sie schenkt uns noch eine Mayonnaise. So kehren wir beglückt zum Auto zurück, verstauen unsere Schätze und machen uns auf den Weg nach Langres.
Um 14:15 Uhr fahren wir bei 39 Grad in die Region Champagne-Ardenne ein. Die Autobahn ist rötlich-beige asphaltiert und an vielen Stellen aufgeplatzt. Die entstandenen Risse und Spalten wurden mit Teer ausgegossen. Die Autobahn ist so leer, wie wir es lange nicht erlebt haben. Und so ein Tempolimit ist wirklich eine feine Sache.
Um kurz nach 16.00 Uhr kommen wir zu unserem Hotel. Wie checken ein, tragen das Gepäck nach oben, und die Gattin kümmert sich ums Parken. Nach etwa 20 Minuten ruft sie an und bittet ausgerechnet mich um Unterstützung. Ich finde sie in einer Garage mit vier mit Schaumstoff umwickelten Pfosten, die den großen Raum in neun Felder teilen. Unser Auto soll in das Feld hinten rechts.
Sie hat's probiert, ich probiere es, leider ist die Physik nicht auf unserer Seite. Ohne Pfosten hätten wir sicher eine Chance, mit Pfosten geht es einfach nicht. Ich spreche mit der Rezeption, es gibt noch einen großen Raum, diesmal ohne Pfosten. Und der Offenbacher steht auch schon drin.
Nach erfolgreichem Parken geht es unter die Dusche (die ist jetzt nötig) und zur Ruhe. Um 20.00 Uhr sitzen wir im Restaurant und ordern: 2x Truite de Veuxhaulles, 2x Caille farcie aux herbes und danach einen Éclair façon “Belle Hélène” und Le citron du Cheval Blanc. Zum Essen gibt einen Pouilly-Vincelles. und drei Carafes d'eau.
Hinterher gehen wir noch eine halbe Stunde durch den Ort, sehen eingezäunte Brachen, auf denen vor drei Jahren noch Häuser standen, und sprechen mit Nachbarn, die darum bitten, dass wir ihnen die Fotos schicken, die wir seinerzeit von diesen Häusern gemacht haben. Um halb elf sind wir zurück, machen das Fenster auf und hoffen, dass die Nacht ein paar Grad abkühlen möge.
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| Kein Haus, nirgends |





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