Was sich am Abend zuvor bereits angedeutet hatte, wird beim Frühstück zur traurigen Gewissheit: Das Essen an Bord ist stark verbesserungsbedürftig. Es gibt zwar viel, aber was es gibt, könnte viel besser sein.
Immerhin ist das Schiff über Nacht gut voran gekommen, Lyon haben wir bereits passiert, nach dem Frühstück sind wir schon an Vienne vorbei. Den restlichen Vormittag verbringen wir lesend und herumguckend in der Sonne an Deck; windig aber angenehm. Wäsche haben wir auch gewaschen, sie trocknet jetzt in der Kabine vor sich hin.
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| Auch für die Fahrzeuge gilt heute: länger liegenbleiben |
Egal, wohin man schaut: ...
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... Auf dem Weg in Richtung Süden ...
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Sinn und Zweck dieser Mitteilungen sind eher undurchsichtig. Denn es wird kein Wissen, keine Erfahrung vermittelt, sondern allein das vermeintlich gute Gefühl hergestellt, dass man alle wichtigen bzw. interessanten Stationen gesehen oder doch wenigstens etwas über sie gehört hat. So kann man den direkten Kontakt mit Land und Leuten vermeiden, war aber nichtsdestotrotz vor Ort, hat alles Wissenswerte gehört und kann vor allem sicher sein, dass man für sein Geld auch den nötigen Gegenwert erhält. Spätestens bei der vierten Durchsage hat man den Inhalt der ersten vergessen, aber wie sagt der Franzose: „C'est la vie!“
Das Schiff legt nachmittags in Tournon-sur-Rhône an, auf der anderen Seite des Flusses liegt Tain-l'Hermitage. Wir bummeln durch beide Orte, bewundern die sie verbindende Fussgängerbrücke, trinken einen Café, den der Kollege hinterm Tresen doppelt berechnet, was er nach zweimaliger Intervention aber als Missverständnis deklariert und korrigiert.
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| Tournon-sur-Rhône bietet viel Platz für Touristen |
Nach dem Essen leeren wir im Salon noch unser Fläschen und erklären unserem Reiseleiter, was wir hinter und in den kommenden Tagen und Wochen vor uns haben. Er selbst hat offensichtlich zum ersten Mal deutsche Menschen vor sich, die sich ernsthaft für sein Land interessieren (Wir erinnern uns: „Isch bin Europeär aus där Provence, Fronkreisch.“). Man sieht ihm an, dass ihm dieser Ansatz zwar neu ist, er ihn deswegen aber nicht minder schätzt.
Da wir noch nicht einschätzen können, wann das Wetter morgen die Weiterfahrt zulässt, vereinbaren wir auf dem Weg in die Kabine mit der Zahlmeistern, dass wir morgen ohne weitere Kosten am Mittagessen teilhaben können. Mit der Hoffnung auf schönes Wetter ab neun Uhr gehen wir schlafen.










