| Die Festung Bonifacio |
| Die Qualen des Bartholomäus |
In Bonifa... (nach Belieben zu ergänzen) fahren wir weit nach oben, stellen den Wagen auf Parkplatz 5 ab und wandern in die Stadt. Zur Ghjesgia San Dumenicu (was sie hier alles verändert haben, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen) finden wir auf TripAdvisor zwei „Rezensionen“: „... war jetzt nichts besonderes und nicht unbedingt sehenswert. Sehr klein und keine Besonderheiten. Eher heruntergekommen.“ und „ Kirche halt, ganz ok, aber kein Highlight.“
| Viele finden es interessant, ... |
Bonifacio ist ein bisschen so wie Mont St. Michel, die Drosselgasse oder Rocamadour – Menschenmassen ohne Ende. Wir laufen ein bisschen durch, kaufen am Ende leckeres Eis und bewegen uns zurück zum Auto.
| ... andere fürn Arsch |
Anschließend fahren wir ostwärts. bis nichts mehr geht, drehen dort um und machen bei Super U eine Klo- und Café-Pause. Zurück in Bonifacio fahren wir zum Anleger, stellen uns in die Reihe der Wartenden und harren, dass man uns auf die Fähre lässt. Während wir stehen, fahren mehrere große Yachten in den Hafen ein, unter anderem ein zweistöckiger Katamaran mit riesigem Segel und einer Crew von sechs Personen, die anlegen und auch erst mal warten.
| Da geht's lang |
Es vergeht einige Zeit und anstatt, dass der Herrscher das Boot verlässt, fährt ein dunkler Mercedes der M-Klasse vor, dem etwa sechs bis acht ältere Menschen entsteigen. Aus dem Fond entlädt deren Personal Assistent das Gepäck. „Succession“-Fans fühlen sich gleich an die erste Folge erinnert, meine Frau seufzt: „Und die müssen sich noch nicht mal um ihr Gepäck kümmern!“
Um kurz nach 16 Uhr dürfen wir von Punkt A auf Punkt B vorrücken. Zwei Leute von der Fähre kümmern sich um uns. Der Erste kontrolliert die Personalausweise und klebt einen weißen Sticker auf die Windschutzscheibe. Die Zweite checkt den Kofferraum und klebt einen roten Kreis auf den weißen Zettel.
Kurz vor der Einfahrt auf die Fähre müssen alle außer dem jeweiligen Fahrer aussteigen, auch die Dame im cremefarbenen Babydoll. Sie holt den dicken Pudel, der partout nicht aus dem Auto will, hinten raus und geht dann mit dem widerstrebenden Hund auf die Fähre.
| Kleine Drehung, rückwärts einparken ... |
| ... und vorwärts rausfahren |
Da oben sind sie alle: die sechs überwiegend kahl geschorenen Italo-Machos, der sehnige Backpacker im sehr fortgeschrittenen Alter, der uns schon im Hafen wegen seiner Aura und seines Rades aufgefallen war. Und die „Polster & Pohl“-Reisegruppe aus Dresden und Leipzig, die heute den fakultativen Korsika-Ausflug für 89,00 Euro pP absolviert hat. Ihre Reisebegleiterin ist ein Wonneproppen.
| Hotel mit Meer |
Ich drücke hier, tippe dort und stehe etwas blöd vor dem Kasten rum. Da holt der junge Italiener sein Auto ab und bietet mir seinen Parkschein an. Ich erkläre ihm, dass ich mich freue, aber einen Platz bis morgen um elf benötige.
| Der Abend ist in bester Stimmung |
Zum guten Schluss gibt's einmal Panna cotta und ein Tagliere di dolci sardi. Und zum Caffè spendiert uns Francesco noch zwei Mirti sardi.