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Sonntag, 8. Juni 2025

Frühling 2025 – 7. Juni: Santa Teresa Gallura

Die Festung Bonifacio

Zwecks weiterer Planung der Reise holt die Gattin das alte Sardinien-Urlaubs-Buch aus dem Auto. Ich spreche inzwischen mit unserer Lieblingsrezeptionistin, die mir erzählt, dass ihr Job hier mit Ende der Saison endet.

Sie hat zwar eigene Kunden (was immer das heißen mag), wird aber ab Oktober arbeitslos sein. Im Winter ist auf Korsika und speziell an der Küste kaum etwas los: weniger Flüge, weniger Fähren, weniger Gäste. Das ist sicher schlecht für die lokale Wirtschaft, aber eine Chance für die Natur, sich von dem mehrmonatigen Überfall zu erholen.

Der nette Hund von gestern hat heute keine Lust auf Frühstück. Müssen wir halt andere beim Leben beobachten.

Zum Beispiel die junge Frau in ihren späten Zwanzigern, die in Shorts und sichtlich überdimensioniertem BH am Tisch sitzt. Zwischen oberem und unterem Kleidungsstück wölbt sich eine ansehnliche Rolle hervor, die Oberschenkel sprechen für einen Besuch bei Frau Professor Hach.

Spät kommt noch ein älteres Ehepaar, das hinter uns Platz nimmt. Beide gehen zum Buffet, die Frau kommt zuerst zurück und fällt mir durch ihren weit vorgebeugten Körper und einen unrunden Gang auf. Kaum aufgefallen, ist sie auch schon hingefallen. Drei Männer (inkl. mir) eilen ihr zu Hilfe, es ist nichts passiert. Als sie längst wieder sitzt, kommt auch ihr Mann vom Buffet zurück und fragt: „Tu es tombée?“

Der Abschied an der Rezeption ist sehr freundlich. Kurz vor elf fahren wir los und legen noch einen Stop bei Carrefour ein. Der Weg nach Bonifacio dauert laut Google etwa 40 Minuten, unterwegs überholen wir einen wirklich schwarz gebrannten Reiseradler und sehen auf dem weiteren Weg sowohl Einzelreisende als auch Paare, mit denen wir nicht tauschen möchten.

Die Schilder entlang der T10 lehren uns, dass Korsisch sehr einfach ist: Man nehme Italienisch, verwende u statt o und z statt c. So wird aus Bonifacio Bunifaziu. Fortgeschrittene tauschen zudem ll gegen dd und machen aus Pinarello Pinareddu.

Die Qualen des Bartholomäus

In Bonifa... (nach Belieben zu ergänzen) fahren wir weit nach oben, stellen den Wagen auf Parkplatz 5 ab und wandern in die Stadt. Zur Ghjesgia San Dumenicu (was sie hier alles verändert haben, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen) finden wir auf TripAdvisor zwei „Rezensionen“: „... war jetzt nichts besonderes und nicht unbedingt sehenswert. Sehr klein und keine Besonderheiten. Eher heruntergekommen.“ und „ Kirche halt, ganz ok, aber kein Highlight.“

Dieses Banausen-Pack!

Tatsächlich findet sich gleich links des Kirchenportals ein beeindruckendes Figurenensemble des Martyriums des Heiligen Bartholomäus. Weder die von mir befragten Holländer noch die Franzosen wissen dazu etwas zu sagen, ich muss Jimmy Wales und seine Jünger befragen.

Vor der Kirche hat ein kleines Musik-Ensemble eine Stellprobe, wahrscheinlich für den Abend. Weiter geht es durch die Altstadt, vorbei an Souvenirläden umweht uns starker Weihrauchgeruch. In einem Café mittendrin gilt für die weibliche Bedienung: Sie haben sich heute aber hübsch ausgezogen.

Viele finden es interessant, ...

Bonifacio ist ein bisschen so wie Mont St. Michel, die Drosselgasse oder Rocamadour – Menschenmassen ohne Ende. Wir laufen ein bisschen durch, kaufen am Ende leckeres Eis und bewegen uns zurück zum Auto.

... andere fürn Arsch

Anschließend fahren wir ostwärts. bis nichts mehr geht, drehen dort um und machen bei Super U eine Klo- und Café-Pause. Zurück in Bonifacio fahren wir zum Anleger, stellen uns in die Reihe der Wartenden und harren, dass man uns auf die Fähre lässt. Während wir stehen, fahren mehrere große Yachten in den Hafen ein, unter anderem ein zweistöckiger Katamaran mit riesigem Segel und einer Crew von sechs Personen, die anlegen und auch erst mal warten.

Da geht's lang

Es vergeht einige Zeit und anstatt, dass der Herrscher das Boot verlässt, fährt ein dunkler Mercedes der M-Klasse vor, dem etwa sechs bis acht ältere Menschen entsteigen. Aus dem Fond entlädt deren Personal Assistent das Gepäck. „Succession“-Fans fühlen sich gleich an die erste Folge erinnert, meine Frau seufzt: „Und die müssen sich noch nicht mal um ihr Gepäck kümmern!“

Um kurz nach 16 Uhr dürfen wir von Punkt A auf Punkt B vorrücken. Zwei Leute von der Fähre kümmern sich um uns. Der Erste kontrolliert die Personalausweise und klebt einen weißen Sticker auf die Windschutzscheibe. Die Zweite checkt den Kofferraum und klebt einen roten Kreis auf den weißen Zettel.

Kurz vor der Einfahrt auf die Fähre müssen alle außer dem jeweiligen Fahrer aussteigen, auch die Dame im cremefarbenen Babydoll. Sie holt den dicken Pudel, der partout nicht aus dem Auto will, hinten 
raus und geht dann mit dem widerstrebenden Hund auf die Fähre.

Ich darf – genau wie meine Frau vor 40 Jahren in Genova – rückwärts auf die Fähre einfahren. Das klappt besser als erwartet, kurz darauf treffen wir uns oben und schauen der Fähre beim Ablegen zu.

Kleine Drehung, rückwärts einparken ...

... und vorwärts rausfahren

Da oben sind sie alle: die sechs überwiegend kahl geschorenen Italo-Machos, der sehnige Backpacker im sehr fortgeschrittenen Alter, der uns schon im Hafen wegen seiner Aura und seines Rades aufgefallen war. Und die „Polster & Pohl“-Reisegruppe aus Dresden und Leipzig, die heute den fakultativen Korsika-Ausflug für 89,00 Euro pP absolviert hat. Ihre Reisebegleiterin ist ein Wonneproppen.

Auf der nächsten Insel angekommen, fahren wir zu unserem heutigen Hotel, schalten von schlechtem Französisch auf noch schlechteres Italienisch um und klären das weitere Vorgehen.

Dazu gehört z.B. das Parken. Auf dem hoteleigenen Parcheggio werden 20 Euro fällig. Das ist laut der Rezeptionistin ein Sonderpreis, denn die Parkplätze in der Stadt kosten einen Euro pro Stunde. Unseren Hinweis, dass wir ja keine 24 Stunden hier sein werden, ignoriert sie lächelnd.

Also fahre ich das Auto raus, auf der anderen Seite der Straße sind die Parkplätze blau markiert, vorne am Eck steht der Parkscheinautomat. Problem: Es wird per Kennzeichen und Angabe der gewünschten Parkdauer abgerechnet und con carta bezahlt. Das klappt bei mir nicht.

Hotel mit Meer

Ich drücke hier, tippe dort und stehe etwas blöd vor dem Kasten rum. Da holt der junge Italiener sein Auto ab und bietet mir seinen Parkschein an. Ich erkläre ihm, dass ich mich freue, aber einen Platz bis morgen um elf benötige.

Zuerst will er mir erklären, wie ich mit meinem Telefon bezahle. Das hat meine Frau auch lange probiert, bis sie endlich verstanden hat, dass mein Telefon anders arbeitet als ihres. Der junge Mann und ich haben nicht so viel Zeit. Er tippt, ich nicke. Der Automat sagt: „Zahlst du!“ Ich zahle. Der Parkschein kommt.

Der Italiener steigt in sein Auto und sagt: „Ti ho salvato la tua vita.“ Ich sage: „Grazie, Salvatore.“

Danach geht's an die Spiaggia, unter die Dusche und raus auf den Ballermann von Santa Teresa Gallura. Der Weg vom Hotel bergauf ist beschwerlicher als gedacht und das vermeintliche Restaurant entpuppt sich als Sushi-Disco, was immer das sein mag.

Nicht weit entfernt finden wir bei Spano einen freien Tisch und tauchen ein ins Saturday Nightlife eines sehr internationalen Publikums. Francesco bringt zwei Campari Spritz und das obligatorische pane. Als Vorpeise teilen wir uns (condivivere, nicht parteggiare!) Tagliatella di seppia, anschließend isst jede/r für sich Pulicioni al pomodoro e basilico bzw. Tagliatelle al sugo di ginghiale, begleitet von einem Rosso sardo aus der Gegend um Sassari.

Madame verdreht nach dem Probieren die Augen und sagt: „Endlich wieder richtiger Wein.“

Der Abend ist in bester Stimmung

Zum guten Schluss gibt's einmal Panna cotta und ein Tagliere di dolci sardi. Und zum Caffè spendiert uns Francesco noch zwei Mirti sardi.

Die Gattin erlebt den Abend völlig entrückt, irgendwie scheinen wir tatsächlich im Süden angekommen zu sein.

Freitag, 6. Juni 2025

Frühling 2025 – 6. Juni: San Ciprianu

Letzte Runde Korsika

Beim Frühstück haben wir heute Gesellschaft. Wir sitzen draußen, und ein schöner, schwarzer Mischlingshund geht von Tisch zu Tisch und erpresst mittels Hundeblick die armen Menschen, die doch nur etwas essen wollen.

Nun, das will er auch. Es scheint, dass er zu einem Nachbarn gehört. Und man kann sehen, dass sein System funktioniert. Eine Dame, die auch den Spatz mit Baguette füttert, geht so weit, dass sie den Hund unter Einsatz ihrer Wurst und Käserinden auf die Straße lockt und dort alles an ihn verfüttert.

Schmale Wasser sind schnell

Wir haben uns gestern schon eine Runde für heute ausgesucht, holen gegen halb elf die Räder aus ihrem Nachtquartier und fahren wieder an den Kreisverkehr bei Ponts d'Osu. Heute geht's von dort nicht nach Nordosten, sondern nach Südwesten. Zuerst wieder einen Kilometer auf der RT10, dann rechts ab in Richtung Arraggio.

Korkeichen im Hinterland

Die Strecke führt uns etwa eine Dreiviertelstunde leicht ansteigend durchs Grüne. Mal rauf, mal runter, mal auf besseren, mal auf schlechteren Wegen. Wir passieren Korkeichen-Plantagen, eine kleine Rinderherde, die auf minimaler Fläche im Wald eingezäunt steht, und kleine Siedlungen, für die wir extra vom geraden Weg abweichen müssen.

Umweg über einen Campingplatz: unnötig, aber schön

Das sieht alles sehr schön aus. Es kreucht und fleucht auf allen Seiten um uns herum, und die Runde ist ein schöner Abschluss unserer Korsika-Rundfahrt.

Bunt gemische Herde mit bärtigem Leittier

Bei Mucchitone stoßen wir dann auf eine kleine Straße, die wir schon einmal mit dem Auto nach Porto-Vecchio gefahren sind. Heute machen wir das mit den Rädern, mitten ins Herz der Stadt hinein. Am Hafen angekommen, steht eine Bank für uns bereit, auf der wir uns die mitgeführten Bananen einverleiben.

Wenn schon Porto-Vecchio, dann wollen wir ihn auch mal sehen

Von der Wasserkante geht es erstmal ein kleines Stück aufwärts, dann sind wir oben, und es folgt die härteste Abfahrt unseres Lebens: nahezu senkrecht führt die schmale Straße nach unten. Man meint fast, man wäre im freien Fall. Ein zufällig auf dem Bürgersteig laufender Teutone sagt: „Da braucht man gute Bremsen.“

Vor allem braucht man gute Hände, um die Bremsen zu bedienen.

Für uns geht es am Ende nordöstlich weiter. Mit schönen Ausblicken aufs Meer, mit weniger schönen Ausblicken auf die rege Bautätigkeit rundum und die bereits aufgelassenen Projekte der Vergangenheit. Zurück am Hotel, verfahren wir wie gestern: Räder laden, Mittag essen, Meer erschrecken, Körper duschen, Wäsche waschen, Bett belegen.

Gegen 18 Uhr kommen wir wieder zu uns, bis halb acht sind die aktuell erforderlichen Tätigkeiten getätigt. So buchen wir z.B. ein Hotel für die kommende Nacht in Santa Teresa Gallura. Nach der Buchung rufen wir dort nochmal an und fragen nach, was die Halbpension für den Abend kosten würde. Die nette Dame an der Rezeption erklärt uns, dass der Kollege das morgen Abend gerne für uns ausrechnen wird.

Und sie sagt, dass wir zum Sonderpreis von 20 Euro auf dem Parkplatz des Hauses stehen dürften. Sonderpreis, weil das Parken in Santa Teresa normalerweise einen Euro pro Stunde kostet. Und wir müssten eben nicht 24, sondern nur 20 Euro pro Tag zahlen. Ich versuche, ihr etwas von Kunden und Service zu verklickern, aber sie will das irgendwie nicht verstehen.

Um halb acht gehen wir runter, befreien die Räder und sperren sie gleich wieder ins Auto ein. Das klappt inzwischen sehr gut, auch wenn wir plötzlich im Laderaum ein kleines Plastikteil finden, von dem wir absolut nicht ahnen, woher es stammen und welche Funktion es erfüllen könnte.

Um acht sind wir im Hotelrestaurant zum Essen angemeldet. Wir warten lange auf die Karte, dann fragt der Kellner nach unseren Wünschen und erklärt uns, dass selbige nur noch per QR-Code erhältlich ist. Hätte uns sein Kollege auch gleich sagen können.

Nach Studium des Angebotes trinken wir vorneweg zwei Suze citron. Der Kellner weiß nicht, was das sein soll und bringt uns zwei Suze mit jeweils einem Zitronenscheibchen drin. Als Vorspeise teilen wir uns den Thon rouge comme un maki, als Hauptgang nehmen wir 2x das Faux-filet de boeuf en Sauce Café de Paris. Die Sauce ist das Highlight des Abends.

Die Küche ist insgesamt OK, der Service ebenfalls. Im Vergleich zu den Kollegen gegenüber schneidet unser Hotel allerdings denkbar schlecht ab. Und das bei vergleichbaren Preisen.

Das Abenteuer Korsika geht heute auf die letzten Meter. Ab morgen nehmen uns die Sarden aus.

Letzte Runde Korsika aufgezeichnet

Frühling 2025 – 5. Juni: San Ciprianu

Neue Perspektiven

Die Zahl der Gäste hat sich wieder auf die bekannten drei Pärchen reduziert, ansonsten ist auch alles wie immer. Wir kommen gut in die Gänge, geben um kurz nach elf den Schlüssel ab – und dann nix wie weg.

Es geht über die altbewährte RT10 zuerst nach, dann an Porto-Vecchio vorbei. Die Straße ist voll wie immer, heute ist vor allem das Verkehrsaufkommen beeindruckend, das aus Norden kommend Schlange steht.

Wir biegen hinter Porto-Vecchio auf die D468B (das sind Straßennamen!!) ab, decken uns im Kreisverkehr noch schnell bei Carrefour mit dem Nötigsten ein, und fahren an Campingplätzen beiderseits der Straße zwei Buchten weiter.

San Ciprianu ist Immobilien-Entwicklungsgebiet. Überall Bagger, überall Kräne, viele Neubauten. Einer dieser Neubauten ist unser Hotel. Es steht am Parkplatz, der Strand ist nur ein paar Schritte entfernt, und der freundlich blickende Kollege an der Rezeption macht Dienst nach Vorschrift.

Wir sind natürlich viel zu früh, unser Zimmer wird laut Plan (und Vorschrift) nicht vor 16 Uhr verfügbar sein. Aber das macht ja nichts, wir wollen sowieso noch ein paar Kilometer durch die Gegend rollen. Er bietet an, die Koffer zu beaufsichtigen, wir laden erstmal aus.

Als wir halbwegs fertig sind, sind auch die Kollegen des Rezeptionisten mit dem Mittagessen fertig, und seine ebenso schmale wie agile Chefin übernimmt. Sie lässt ihn Erfrischungstücher bringen, bringt uns eigenhändig frisch ausgepressten, mit Minzwasser aufgegossenen Zitronensaft und hat natürlich sofort ein Zimmer für uns.

Sie bittet um Ausfüllen des Meldezettels, redet in Hochgeschwindigkeit, reserviert für morgen Abend einen Tisch im Restaurant und bringt uns schließlich in unser Dachterrassen-Studio. Alles dort ist neu, fein hergerichtet und irgendwie zeitlos modern. Die Terrasse hat etwa zwölf Quadratmeter, ideal als Trockenplatz für unsere Wäsche.

Aber erstmal wird die Wäsche durchgeschwitzt. Wir fahren aus dem Ort zum Kreisverkehr, biegen nach rechts und mein Garmin zeigt oben links, dass es jetzt 1,5 Kilometer auf der RT10 schnurgeradeaus geht. Nach etwa zwei Kilometern sagt er, dass es noch etwa 1,3 Kilometer schnurgeradeaus gehen wird, und mir wird klar, dass ich ein Komma gesehen hatte, wo gar keins war.

Da wir sowieso keine Wahl haben, fahren wir einfach weiter.

Kostenlos baden direkt an der Uferstraße bei Fautea

Hinter Cavu hört die Gerade auf. Der Verkehr wird infolge einer Baustelle alternierend geführt, so haben wir nach jeder Ampelphase auf unserer Seite zunächst ein paar überholende Autos und dann längere Zeit Ruhe. Bis Favone schlängelt sich die Straße am Ufer entlang. Mal geht es runter, mal geht es hoch, der Blick nach rechts ist immer ein Vergnügen.

Kurz vor Favone ist dann Schluss mit lustig. Es geht links ab und für etwa eine halbe Stunde aufwärts. Noch relativ weit unten kommt uns ein Paar auf Rennrädern entgegen. Der Mann fährt zügig bergab, er hat einen Anhänger am Rad, darin transportiert er den Nachwuchs. Die Mutter folgt selig lächelnd.

Jetzt fahr'n wir übern Berg, übern Berg ...

Höchster Punkt des Tages ist dann Conca, ein hübsches Städtchen, das sich über die Jahrhunderte aus Hütten von Schäfern entwickelt hat. Was Conca außerdem bietet, ist eine schöne, große Kirche und den wahrscheinlich größten Friedhof der Welt – bezogen auf die Einwohnerzahl.

Jetzt sind wir auf dem Berg, auf dem Berg ...

Als Ort im Bergland Korsikas ist Conca natürlich auch Ausgangspunkt für Wanderungen. Wir sehen eine junge Frau mit Stöcken und relativ kleinem Rucksack. Und unten an der Kirche starten vier junge Männer ihre Wanderung. Zwei von ihnen wurden gerade mit einem Auto gebracht, alle vier sind mit großen backpacks und ebenfalls mit Stöcken ausgerüstet.

Wenn man sieht, wie die Wege rechts und links der kleinen Straßen rauf- und runtergehen, sind Stöcke ein Muss auf dieser Insel.

Was alle höchsten Punkte verbindet: nach ihnen geht es abwärts. Anfangs nicht ganz so schnell, dann rasant. Keine zehn Minuten dauert es, bis wir wieder auf Vorbergsniveau sind. In Sainte-Lucie de Porto-Vecchio kreuzen wir die RT10, auf der anderen Seite geht es weiter nach Pinarellu, wo wir wieder auf Meereshöhe sind.

Jetzt sind wir übern Berg, übern Berg ...

Der Strand gehört hier schreienden Kindern und dröhnenden Jet-Ski. Letzteres scheint an der Küste besondere Bedeutung zu haben, überall sehen wir Plakate mit entsprechenden Angeboten, einige rühmen sich sogar, ganzjährig übers Wasser zu brettern.

Für uns ist das Brettern vorbei, unsere Akkus sind erschöpft und blinken ersterbend. Aber das macht ja nichts, die Räder sind so leicht, dass sie sich auch stromlos wie Rennräder fahren (naja, fast).

Im Hotel gibt's für die Pferdchen Futter, morgen müssen sie wieder ran. Wir essen auch erstmal was und gehen dann ans und ins Meer. Das Wasser ist kurz kalt, aber sobald man drin ist, sehr angenehm. In den Wellen spricht mich ein redseliger Franzose aus Clermont-Ferrand an. Er hat ein Käppi auf, bewegt sich nur widerwillig und parliert über Städtpartnerschaften, Algerienkrieg und die Schönheit Korsikas.

Um ihm zu entkommen, simuliere ich Angst um meine entfernt schwimmende Frau.

Das Meer vor der Hoteltür

Zurück am Strand, sehe ich eine alte Frau mit tätowierten Beinen. Tattoos sieht man hier an überraschend vielen Menschen, egal, welchen Alters. Im vorliegenden Fall diagnostiziert die Gattin jedoch: Krampfadern.

Nach dem Schwimmen duschen wir und legen uns hin. Nach dem Aufstehen machen wir Duolingo, und ich lerne von meiner Frau, was ein Single ist: ein Alleinleber.

Abendessen gibt's irgendwann auch noch. Gleich gegenüber bespeist uns das Emporium mit sehr feiner Küche, aufmerksamem Service und einem jungen Kellner, der schlechter Englisch spricht als meine Mutter, aber partout nicht damit aufhören will.

Wir bekommen eine Oliventapenade zum Apéritif und ein Lachs-Sushi auf Algen als Gruß aus der Küche. Als Vorspeise teilen wir uns das Carpaccio de poulpe de roches, als Hauptgang nimmt Madame eine Pavé de loup und Monsieur das Ris de veau crousti-moelleux. Laurent, der Patron, empfiehlt uns einen exzellenten Essenbegleiter und am Ende ist sogar noch Platz für eine geteilte L'intense châtaigne et poire tonka.

Das Hotel ist nicht weit, wir nehmen unsere Räder vom Strom, und alle schlafen gut.

Schöne Schleife von der Küste in die Höhe

Mittwoch, 4. Juni 2025

Frühling 2025 – 4. Juni: Bocca del'Oro / Porto-Vecchio

Manchmal schwierig mit dem Tourismus

Unser Frühstück ist wie immer, das Angebot eventuell etwas breiter, weil gestern ja einige neue Gäste das Haus beglückt haben.

Eine davon, eine eher beleibte Dame von etwa 50 Jahren, sitzt an einem Dreiertisch direkt gegenüber der Tür zum Frühstücksbuffet und strahlt. Ihr Mann und seine oder ihre Mutter sind drinnen am Buffet zugange und wählen die Bestandteile des Frühstücks aus.

Was aber macht die Alleingebliebene draußen so glücklich?

Es ist klein, es ist rund, es ist braun, und es ist aus Schokolade: ein Fondant mi-cuit au chocolat, den sie gerade genüsslich verdrückt. Da haben sich zwei gefunden ...

Kind und Mutter ist hier seit gestern eine beliebte Konstellation. Am Tisch neben uns sitzen heute auch Sohn und Mutter beim Frühstück. Die Mutter tut, was Mütter immer tun: sie leidet. Der Sohn sorgt dafür, dass es so bleibt. Er telefoniert die ganze Zeit sehr wichtig und lässt seine Mutter so wissen, dass er eigentlich viel Wichtigeres zu tun hätte als mit ihr hier rumzusitzen.

Schön anzuseen

Und was machen wir? Wir waschen wieder ein paar Sachen und machen uns danach auf den Weg in die Berge. Natürlich mit den Rädern, aber sie müssen diesmal im Auto bleiben, denn Komoot bietet uns nur Runden von 80–130 Kilometern mit 1.300–2.500 Höhenmetern an. Und da ziehen wir das Auto dem Fahrrad vor.

Andere sehen das genauso, auf unserem Weg sehen wir nur sehr wenige Radfahrer.

Bis Porto-Vecchio umbraust uns der Verkehr, bei Arutoli biegen wir auf die D368 ab, und es wird still. Kurve um Kurve führt der Weg die Serpentinen hinauf zur Barrage de l'Ospedale, die bereits gut besucht ist und schöne Motive fürs Fotoalbum bietet. Ein Drohnenpilot startet nicht einfach von der Brücke, sondern stellt sich auf einen Felsen am See, von dem er sein Gerät startet. Vielleicht meint er, es kommt von etwas weiter oben besser in die Höhe?

Von hier geht es zum Wasserfall

Wir bleiben nicht länger, sondern schlängeln uns weiter hoch zur Cascade de Piscia di Ghjaddu. Natürlich kommen wir nicht direkt dorthin, denn der Wasserfall ist nur zu Fuß zu erreichen und am Beginn des Weges befindet sich der kostenpflichtige Waldparkplatz.

Zuerst ignoriere ich die Kassierer, fahre aber sofort zurück, als ich die Aufregung hinter uns höre. Ich steige aus, lasse mich über die Kosten und den Weg informieren und muss dann leider verneinen. Eine Stunde Waldweg plus eine Stunde zurück macht die Hüfte nicht mit. Die drei vom Inkasso laden uns daraufhin ein, das Auto kostenfrei zu parken, ein bisschen rumzulaufen und in einer der Bars einen Café zu trinken. Das nehmen wir gerne an.

Während wir den Café trinken sehen wir, wer sich die Zwei-Stunden-Wanderung alles zutraut, denn alle, die gehen und kommen, müssen in Sichtweite an uns vorbei. Wir sehen auch, was sich die Leute alles zu essen bestellen. Man sieht ja so viel übern Tag ...

Apropos: Kurz vorher haben wir zum ersten Mal dieses Pärchen auf Rennrädern gesehen. Beide nah beieinander, entspannte Sitzposition, leichter Tritt und lächelnde Minen. So fuhren sie aus Zonza kommend die Steigung herauf.

Zonza aus leicht erhöhter Position

Wir fahren nach dem Café weiter nordwärts durch das Gebiet Alta Rocca in Richtung Zonza. Das ist eine sehr schöne Stadt, in der zur Mittagszeit sehr viel los ist. Weil wir uns mehr darauf als auf den Weg konzentrieren, verpassen wir den Abzweig nach Levie und müssen nach ein paar Kilometern umdrehen. Bei der Schönheit der Strecke ist uns das glatt egal.

Das Rennrad-Pärchen sehen wir noch zwei Mal. Und wir schauen jedes Mal genauer hin. Die beiden sind um die 60, sehen drahtig aus, sie trägt einen langen, grauen Pferdeschwanz unterm Helm und wiegt unter 60 Kilo, er um die 75. Die Räder sind ziemlich old-school: sehr schmale Reifen, sehr kleine Kassetten (sieht aus wie 12-23). Wahrscheinlich fahren sie auch noch Standard-Kurbeln mit 53/39 Zähnen, aber das können wir in der Kürze der Zeit nicht nachzählen.

Wir wundern uns bloß, dass Leute in vergleichbarem Alter ohne Motor um so viel entspannter fahren können als wir mit. Wahrscheinlich spielen Gewicht, Training und Talent doch eine Rolle beim Radfahren.

In Levie passiert uns die Sache mit dem Abzweig genau so nochmal. Wieder zu spät gemerkt, wieder umgedreht, wieder alles nochmal sehen gedurft.

Es geht zurück ans Meer

Diesmal fahren wir die D59 hinunter in Richtung Carbini. Die Straße ist alt, schmal und leer. Es geht rauf, es geht runter, irgendwann geht es über den Col de Bacino und danach nur noch bergab.

Dem Rennradfahrer, der uns kurz nach Cabrini entgegenkommt, sieht man an, dass er schon einiges hinter sich gebracht hat (wir denken an die Komoot-Vorschläge), aber er macht noch einen guten Eindruck. Der ziemlich betagte Radreisende, den wir später nahe Radici sehen, tut uns fast schon leid. Die Gattin ruft entsetzt: „Der will hier sterben!“

Eine Million Farben grün

Wir biegen bei Petra Longa Filippi ab, kommen durch kleine Vororte von Porto-Vecchio, tanken noch schnell und fahren gegen halb vier auf den Hotel-Parkplatz. Auf unserer Terrasse essen wir noch eine Kleinigkeit, dann geht's in den Pool, dann unter die Dusche, dann ins Bett.

Irgendwann nach sechs sind wir wieder fit, um halb acht sitzen wir bei A Chabraca.

Der Apéritif gefällt uns nicht besonders (Muscat mit und ohne bulles), danach teilen wir uns einen Salade César und erfreuen uns einerseits an drei leckeren Gambas à la plancha und andererseits an einer schönen Poire de boeuf. Nacxh der langen Bergtour ist sogar mal ein Dessert drin: Dame blanche à partager.

Rundum sitzen Italiener, Briten, Deutsche und Korsen. Und die Chefin verrät uns beim Bezahlen, dass heute weder Schweizer noch Belgier da gewesen seien.

Dienstag, 3. Juni 2025

Frühling 2025 – 3. Juni: Bocca del'Oro / Porto-Vecchio

60 von 62 Rennradfahrer:innen empfehlen das

Es gibt auch heute wieder Frühstück. Vorher überraschen wir aber noch die jungen Menschen im Service: Wir kommen von der anderen Seite.

Ansonsten ist alles wie gestern. Große Auswahl an Oliven- und ähnlichen Kuchen, die man vielleicht eher zum Apéritif als zum Frühstück essen möchte. Heute ergänzt um Mini-Croissants mit Thunfisch-Spinat-Füllung.

Zur Feier des Tages bestelle ich ein Omelette mit Pancetta. Es ist ganz gut, aber eher ein stark gebräunter Pfannkuchen. Außerdem zeigt es nochmal deutlich, von welcher Qualität sein Pendant im Neubau von Bastelica war – hell wie ein Rührei, zur rechten Zeit zweimal sanft gefaltet und deshalb innen noch leicht flüssig ... ein Gedicht.

Zwei von zwei Rennradfahrer:innen gefällt das

Genug geträumt, heute steht die Küstenrunde von Komoot auf dem Programm, außerdem müssen wir sehen, ob die Bremsen wieder ordentlich zupacken. Bis elf haben wir ein paar Hemden gewaschen und die Räder zusammengebaut, ich bringe noch unsere Rechner in die Obhut der Rezeption, eine Minute später rollen wir los.

Ein paar Worte noch zur Annahme von Wertsache an der Rezeption: Ich kenne das Prozedere so, dass man als Gast seine Sachen abgibt, der Rezeptionist steckt sie in eine Tasche oder ähnliches und man bekommt eine Quittung zur Abholung. Das ist hier anders: Der Gast schreibt auf ein Papier, was er übergibt, unterschreibt das Papier und gibt es mit den Wertsachen ab. Beim Abholen bekommt er alles zurück.

Ich wundere mich hier über gar nichts mehr.

Der Wind ist gegen, der Motor mit uns, das bringt wenig Vortrieb. Ist aber auch gut so, denn die Bremsen greifen nicht wie gewohnt. Wir bremsen also immer wieder probehalber mit wenig Veränderung. Im Laufe der Runde wird es etwas besser, am Ende kommen wir jedoch zu dem Schluss, dass der Spezialist von gestern vielleicht doch weniger spezialisiert und das Aufbringen von Entfetter nicht die beste aller möglichen Lösungen war.

Zurück im Hotel reinigen wir die Bremsbacken mit einem Lappen und holen so eine ganze Menge des aufgesprühten Materials wieder runter. Hoffen wir aufs nächste Mal.

Absolut unerreichbar

Die Bremsen sind unterwegs durchaus wichtig, denn es geht beachtlich auf- und gerne mal sportlich abwärts. Nach fünf Kilometern hat uns der Herrgott eine Steigung in den Weg gestellt, die wir mit unserem schlappen 250-Watt-Motörchen nicht bewältigen können, da müssen wir knapp 100 Höhenmeter schieben.

Der restliche Teil links der Bundesstraße fährt sich wie von allein, rechts der Bundesstraße liegt uns relativ bald eine sehr lange Natter im Weg, die ihr Sonnenbad aber schnell genug beendet und sich nach rechts zurück in die Büsche macht.

Anschließend nimmt der (Auto-)Verkehr wieder zu, was das Fahren weniger angenehm macht. Entlang unzähliger Hotels, Restaurants, Campingplätzen und sonstiger Urlaubermagneten kommen wir zwar gut voran, eine Freude ist es allerdings nicht.

Look but don't go

Und mit dem Weg zum Strand, den wir als Nebeneffekt der Fahrt zu finden hofften, sieht es auch mau aus. Strandzugänge sind hier limitiert und privatisiert. Das einzige Stück freien Zugang sehen wir nur ein paar Kilometer von unserem Hotel entfernt. Der Weg hinunter ist weit, der Rückweg garantiert beschwerlich, und schon aus weiter Entfernung sehen wir, dass der Abschnitt intensiv von einer Surfschule genutzt wird.

Das Private ist politisch

Also ab ins Hotel, Swimmingpool, Mittagessen, Mittagspause. Unser Hotel in Erbalunga hat uns tatsächlich das Mückenöfchen nachgeschickt, ohne etwas dafür zu berechnen!

Danach sitzen wir ein Stündchen auf unserer Terrasse, schauen den frischgewaschenen Trikots usw. beim Trocknen zu und machen ein paar Sachen, für die man einen Computer braucht.

Über uns zieht mit lautem „wieht-wieht“ der Rotmilan seine Kreise, von der Rezeption und den Wegen dringt das Geräusch der rollenden Koffer nach oben, heute ist Anreisetag.

Voglio volare come il nibbio

Abendessen gibt's heute auf der Terrasse. Mit Witwe Ambal und allem, was der Kühlschrank sonst noch hergibt. Nach dem Essen schauen wir, nach Hotels für die beiden Nächte, die wir noch auf Korsika verbringen müssen.

Die Realität sieht anders aus

Frühling 2025 – 2. Juni: Bocca del'Oro / Porto-Vecchio

Waschtag im Paradies

Auf dem Weg zum Frühstück sprechen wir an der Rezeption mit der Chefin wegen der Unzulänglichkeiten des Hauses, sie ist naturgemäß völlig anderer Meinung als wir. Der Kunstrasen ist nicht ihre Idee, sondern obligatoire, um Wasser zu sparen. Und all die anderen Kleinigkeiten sind ja einfach zu lösen, wir müssten bloß Bescheid sagen.

Dass man die Behebung von Problemen nicht seinem Gast aufbürdet, ist für sie neu. Auf eine Rückzahlung der bereits entrichteten Schlafgebühren will sie sich auf keinen Fall einlassen. Wir gehen davon aus, dass das Geld gebraucht wird. Das Frühstück bestätigt unsere Befürchtungen. Es bietet maximal durchschnittliche Qualität und ist auch inhaltlich nicht gerade der burner.


Suchbild mit Eidechse


Zurück in unserer Hütte klopft das Zimmermädchen osteuropäischer Herkunft mit dem Ölkännchen an. Sie weiß nicht genau, was sie machen soll, ist aber zu allem bereit. Der Safe enthält inzwischen Batterien, funktioniert aber trotzdem nicht.


Die junge Frau radebrecht ein bisschen mit uns und meint, wir könnten ja in eine bessere Behausung umziehen. Wir gehen auf das Angebot ein und mit ihr zur Rezeption. Die neue Option will uns die Chefin aber persönlich präsentieren: direkt oberhalb des Parkplatzes zeigt sie uns voller Stolz eine relativ neu erbaute, rot lackierte Holzhütte, aber die Gattin winkt ab. Dafür alles wieder ein- und nochmal auspacken, lohnt sich einfach nicht.


Wir fahren lieber nach Porto-Vecchio und beglücken die Familie Mulliez.


Zuerst geht es über eine kleine Umgehungsstraße zu Decathlon, wo es zwar keine Werkstatt, dafür aber einen engagierten und fachlich kompeten Mitarbeiter gibt. Der zeigt uns, wie man bei Rad 1 die Backen einer zusammengepressten Scheibenbremse löst und bei Rad 2 die quietsche Scheibenbremse reinigt. Kosten: null. Wir zahlen bloß für den benötigten Reiniger.


Nicht weit entfernt fahren wir bei Auchan rechts ran. Der Laden brummt, die FeWo-Enthusiasten rundum decken ihren Bedarf für die kommende Woche. Wir wollen auch mal auf der Terrasse essen und kaufen ein bisschen Wurst, Käse usw. ein. Dazu für 7,99 ein Replikat des Mückenöfchens, das wir in Erbalunga vergessen haben.


Zurück in Bocca dell'Oro waschen wir erstmal ein paar Teile unserer Wäsche aus, dann gehen wir ins Becken. Die Dusche dort ist übrigens so hoch, dass Menschen ab etwa 1,70 Meter Gesamthöhe nur schwer aufrecht stehen können – ist wahrscheinlich ebenfalls obligatoire.


Danach, also nach dem Schwimmen, essen wir eine Kleinigkeit und legen uns kurz hin. Zwei Stunden später werden wir wach – die Hitze hier nimmt einen doch mehr mit, als man denkt.


Zum Abendessen: Abendstimmung

Nach dem Aufstehen suchen wir ein Plätzchen fürs Abendessen. Das ist gar nicht so einfach, weil das Essen mit dem Parken des Fahrzeugs verbunden und dieses in der näheren und weiteren Umgebung mit hohen Zwangsgebühren belastet ist. In Porto-Vecchio schlägt die Stunde mit knapp drei Euro zu Buche, in Strandnähe sollen bis zu 20 Euro für einen Parkaufenthalt fällig werden (egal, wie lange).

Wir suchen uns drei Lokale entlang der Uferstraße aus und fahren sie einfach schnell mal ab. Am Ende gewinnt die alte Schabracke, die unserem Domizil auch noch am nächsten liegt.

Von der Gattin inspiriert

Hier parkt der Chef persönlich die Wagen der Gäste ein, hier kann man von der Terrasse aus schön übers Meer schauen, hier trinkt man Monika, und hier isst man gut. Nach Lemonspritz und Pastis teilen wir uns ein Tartare de boeuf vorneweg unds erfreuen uns anschließend an Mafalde con salsiccia, noci e parmigiano und Pizza Chorizo.

Zum Schluss gibt's noch einen ordentlichen Café, und beim Bezahlen reservieren wir gleich für Mittwochabend.

Nach dem Essen ist vor dem Bungalow

Auf der Terrasse sitzen wir uns noch ein Viertelstündchen für morgen warm und schauen unserem grünen Gast beim Abendessen zu.

Je später der Abend, ...